Kometen

Komet West. Foto: Archiv Ein Komet oder Schweifstern ist ein kleiner Himmelskörper, der zumindest in den sonnennahen Teilen seiner Bahn ein durch Ausgasen erzeugtes Koma aufweist.

Zum Zeitpunkt seiner Entdeckung ist der Komet meist ein kleines Nebelwölkchen, das nur durch relativ schnelle Bewegung unter den Sternen als Komet identifiziert werden kann. Im Laufe von Tagen und Wochen nähert sich der Komet der Sonne. In Sonnennähe ist der meist nur wenige Kilometer große Kometenkern (Durchmesser zwischen 1 und 100 km) von einer diffusen, nebeligen, Koma genannten Hülle umgeben, die eine Ausdehnung von bis zu 2,7 Millionen km erreichen kann. Kern und Koma zusammen nennt man auch den Kopf des Kometen. Das auffälligste Kennzeichen der von der Erde aus sichtbaren Kometen ist jedoch der Schweif, der bei großen und sonnennahen Objekten eine Länge von mehreren 100 Millionen Kilometern erreichen kann, über den ganzen Himmel hinwegziehen und sogar am Taghimmel zu sehen sein kann. Meistens sind es aber maximal nur einige 10 Millionen Kilometer.

Durchschnittlich werden pro Jahr etwa 20 bis 30 Kometen am Himmel entdeckt, doch selten erreichen diese Himmelskörper eine solche Helligkeit, daß sie mit bloßem Auge sichtbar werden.

Die meisten Kometen bewegen sich auf parabelnahen Ellipsen um die Sonne und haben Umlaufzeiten von mehr als 200 Jahren (langperiodische Kometen). Daneben gibt es Kometen mit kurzen Umlaufzeiten (kurzperiodische Kometen).