Sonnenfinsternis

Totale Sonnenfinsternis vom 11.08.1999. Foto Philippe Duhoux, ESO Bei einer Sonnenfinsternis wird die Sonne von der Erde aus gesehen durch den Mond ganz oder teilweise verdeckt. Sonne und Mond erscheinen einem Beobachter auf der Erde mit annähernd gleichem scheinbaren Durchmesser und so kann die Mondscheibe die Sonnenscheibe vollständig bedecken. Die bei einer totalen Sonnenfinsternis auf die Erde fallende Kernschatten-Spur des Mondes ist allerdings maximal einige hundert Kilometer breit. Mehrere tausend Kilometer misst hingegen der Halbschatten des Mondes, so dass von mehr als einem Viertel der Erdoberfläche aus dann eine partielle Verfinsterung der Sonne zu beobachten ist.

Damit es zu einer Sonnenfinsternis kommt, müssen Sonne, Mond und Erde auf einer Linie stehen. Da die Mondbahn
gegen die Ekliptikebene geneigt ist, tritt dies nicht jedesmal zu Neumond ein, sondern nur, wenn der Mond sich dann auch nahe einem der zwei Schnittpunkte von Mondbahn und Ekliptikebene befindet. Bis wieder einer dieser beiden Mondknoten die Sonne passiert, braucht es ca. 173 Tage.

Grobes Schema der Konstellationen für eine Sonnenfinsterniss. Grafik: Ing. Erwin Rössler

Bei einer totalen Sonnenfinsternis bedeckt der scheinbare Durchmesser des Mondes die Sonne vollständig. Manchmal ist die Mondscheibe relativ zur Sonnenscheibe zu klein, so dass die Sonne um den Mond herum sichtbar bleibt. Dann spricht man von einer ringförmigen Sonnenfinsternis. Geht über einen Beobachter beziehungsweise einen Ort auf der Erde nicht der Kernschatten des Mondes hinweg, sondern sein Halbschatten, so spricht man von einer partiellen Sonnenfinsternis.